Eine innovative Infrarotheizung ist in Aufbau und Funktion gleichermaßen relativ einfach gehalten. Deshalb ist Infrarottechnik, im Vergleich zu herkömmlichen Systemen, preiswerter und fast wartungsfrei.

Aufbau der Infrarotheizung

Infrarot-Plattenheizelemente verfügen in ihrem Inneren über einen Heizleiter, welcher Strom beziehungsweise elektrische Energie in Wärme umsetzt. Die Heizschicht besteht entweder aus Karbonfolien, Karbonfasern oder Edelstahl-Filamenten (einzelne Fasern). Die Bauteile werden mithilfe von Glasfasern verstärkt oder befinden sich in einem Kunststoffbett. Ist die Infrarot-Heiztechnik mit Einzeladern aus Edelstahl ausgestattet, sollen die Heizelemente (laut Hersteller) über eine deutlich höhere Lebensdauer verfügen.

Die Heizschicht der Infrarotelemente ist zudem in Richtung Zimmer thermisch isoliert, um die gewonnene Wärme komplett auszunutzen. Diese vordere Abdeckung ist entweder aus Aluminium mit Pulverbeschichtung, Naturstein wie beispielsweise Marmor, Sandstein oder Granit oder Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) gefertigt. Das ESG ist speziell wärmebehandelt und besitzt somit eine höhere Schlag- und Stoßfestigkeit gegenüber normalem Flachglas.

Die unterschiedlichen Materialien sind die Basis für eine individuelle Frontgestaltung der Infrarotheizung: unterschiedliche Farben in Uni oder bunt bei einer Front aus Aluminium, kreative Motivdrucke (Glas-Innenseite) oder als Dekorglas zum Beispiel als Spiegel, mit Kreidetafel-Funktion als Foto oder im Naturstein-Look.

Die Infrarotheizung anschließen

Die rückwärtige Seite der Infrarotheizung ist ebenfalls mittels einer thermischen Isolation vor Wärmeverlust geschützt. Diese besteht immer aus einer Dämmplatte (meistens nicht entflammbare Steinwolle). Als Verstärkung fungiert eine Rückwand aus pulverbeschichtetem, verzinkten Stahlblech. Die äußeren Kanten können zusätzlich durch einen Rahmen als Design-Element ergänzt werden.

Infrarotheizungen werden normalerweise durch einen handelsüblichen Netzstecker mit Strom versorgt. Die Leistung der Geräte bewegt sich im Privatbereich zwischen wenigen Hundert und fast 3.000 Watt. Ob das ausgewählte Modell sich beispielsweise im Bad installieren lässt, können einerseits ein Elektro-Experte und andererseits die IP-Schutzart entscheiden.

Bedient und justiert wird eine Infrarotheizung mittels Thermostat. Nicht alle Modelle verfügen über ein Thermostat, dieses kann jedoch separat bei dem jeweiligen Hersteller erworben werden.

Umweltfreundliche Infrarot-Technologie

Einige Hersteller von Infrarotheizgeräten setzen bewusst umweltfreundliche Materialien/Elemente bei der Fertigung ihrer Modelle ein. So werden unter anderem hochwertige Kleber genutzt, die für den Zusammenhalt der vier Schichten verantwortlich sind. Diese Kleber behalten ihre Konsistenz, stabilisieren die Konstruktion dauerhaft und setzen trotz Erwärmung keinerlei Gase frei.

Der Dämmstoff besteht meistens ebenfalls aus umweltfreundlichem Material und trägt dazu den ‚Blauen Engel‘ für umweltschonende Alternativprodukte mit gleicher Leistung. Allerdings ist auch eine innovative Infrarotheizung nicht völlig umweltschonend. Die alternativen Materialien lassen sich jedoch später besser fachgerecht entsorgen.

Wenn es um die Entsorgung von Altgeräten geht, greift auch bei Infrarotheizungen eine EU-Richtlinie, die besagt, dass bestimmte Gefahrenstoffe wie beispielsweise Quecksilber oder Blei keine Verwendung finden dürfen. Verbraucher erkennen, dass Modelle ohne derartige Stoffe angefertigt wurden, zum Beispiel durch die RoHS-Kennzeichnung.

Funktionsweise und Leistung einer Infrarotheizung

Die Abdeckung der Vorderseite wird durch die Heizschicht bei Betrieb zum Beispiel auf eine Temperatur zwischen mindestens 75 und fast 200 Grad Celsius (bei Deckenmontage) erwärmt. Eine Infrarotheizung als Wandgerät kommt auf etwa 80 bis 120 Grad Celsius.

Diese Temperaturen gewährleisten, dass die Infrarotheizung den größten Anteil ihrer erzeugten Wärme als infrarote Strahlungswärme abgibt. Klassische Heizkörper arbeiten mit Konvektion, wobei nur die Raumluft erwärmt wird und nicht die Gegenstände/Menschen im Raum. Der Strahlungsanteil innovativer Infrarot-Technologie bewegt sich normalerweise bei etwa 60 Prozent. Manche Modelle liegen sogar bei mehr als 80 Prozent. Die restliche Wärme heizt auch weiterhin als Konvektionsanteil die Raumluft.

Sicherheits- und Überhitzungssensoren, die in einer hochwertigen Infrarotheizung integriert sind, verhindern eine zu starke Aufheizung der Plattenheizelemente, falls das Gerät zum Beispiel unabsichtlich durch Textilien abgedeckt wurde. Die Aufheizphase ist bei Infrarotheizungen unterschiedlich, wofür der Elektro-Anschluss allerdings nicht maßgebend ist. Kurze Erwärmungsphasen sind eher ein Qualitätskriterium der innovativen Technologie und beeinflussen die Heizkosten positiv.