Was ist eine Infrarotheizung?

Infrarotheizungen sind Strahlungsheizung, die den Direktheizungen ähnlich sind. Infrarotheizungen wandeln den zugeführten Strom in Wärmewellen um.

 

So funktionierts

Beispiel für Infrarot Strahlung: Draußen sind Minus Temperaturen und die Sonne scheint, im Schatten ist es kalt. Gehen Sie allerdings in die Sonne, wärmen Sie die Sonnenstrahlen. Das gleiche Prinzip wie Infrarot Strahlen.

Im Gegensatz zu konventionellen Heizungen erwärmt eine Infrarotheizung nicht die Raumluft, sondern die Wände und Gegenstände im Raum. Strahlung hat die Eigenschaft, nur die Körper zu erwärmen, auf die sie trifft. Allergiker profitieren davon, dass es nicht zu Luft Verwirbelungen kommt.

Die Infrarotstrahlung erwärmt Wände, Decken und Böden gleichmäßig. Diese speichern die Wärme und geben sie in den Wohnraum ab.  Es wird nicht die Luft im Raum erwärmt. Es findet praktisch keine Wärmezirkulation statt und die Wärme staut sich nicht unter der Decke, sondern verteilt sich gleichmäßig im Raum.

Leistungen und Verwendung von Infrarotheizungen

Die Leistung der Infrarotheizungen wird in Watt angegeben. Infrarot Heizungen  können bis zu 2.000 Watt betragen. Die Heizungen sind als Bild, Spiegel, Metall, Stein und Tafel Heizungen erhältlich. Ferner gibt es noch viele weitere Design und Materialien die zum Einsatz kommen.

Einsatzbereiche sind z. B. Tierhaltung,  Sauna, Hallenbeheizung, Wohnraumheizung oder in der Medizin.

In der Tieraufzucht werden  Infrarotlampen zum Beispiel in Küken und Ferkel Aufzuchtstationen sowie Terrarien eingesetzt. Sie geben Infrarotstrahlung ab, die viele Lebewesen als absolut angenehm empfinden. Das zeigt sich auch bei Infrarotwärmekabinen die sich seit einigen Jahren auf dem Markt befinden und eine Alternative zur Sauna darstellen.

Vorteile von Infrarotheizungen

Ein weiter Vorteil bei der Infrarot Heizung ist unter anderem auch, dass es keine Luftzüge & Staubaufwirbelungen gibt (für Allergiker)

Auch Feuchtigkeit kann mit Infrarot aus Wänden entfernt werden und wird daher gerne bei Wasserschadensanierungen unterstützend zum Einsatz gebracht. (bei Schimmel) Mit Ökostrom betrieben, sind Infrarotheizungen  umweltfreundlich. Die Anschaffungskosten sind zudem günstiger als bei herkömmlichen Heizung.

Hell- und Dunkelstrahler Systeme

Infrarotstrahler unterscheiden man in Hell- und Dunkelstrahler Systeme.
(Hier mehr erfahren)

Hellstrahler Systeme glühen und können sehr hohe Temperaturen auf kleiner Fläche (Infrarotheizstab) erreichen. Das sichtbare Heizelement bzw. Fläche wird sicherheitshalber durch einen Schutzgitter abgedeckt, um Brand- und Verletzungsgefahr zu vermeiden. Einsatzgebiete sind im Bad, über dem Wickeltisch, auf der Terrasse oder dem Balkon. Ferner finden Sie auch Anwendung in Industriehallen und schlecht Isolierte Räume.

Dunkelstrahler Systeme sind  mit variabel gestaltbarer Strahlungsfläche wie z. B. Bild, Spiegel, Metall, Stein und Tafel in vielerlei Designs erhältlich und gut für Wohnräume und Büros geeignet.

Das Material beeinflusst den Wirkungsgrad der Infrarotheizung

Der Wirkungsgrad von Infrarotheizungen wird von den verwendeten Materialien nicht beeinflusst. Wie schnell sich der Heizkörper erwärmt, hängt vom verwendeten Material ab.  Stein ist ein schlechter Wärmeleiter, weist aber gute Strahlungsleistungen auf. Was sich darin bemerkbar macht, dass er zwar länger braucht, um warm zu werden, aber auch längere Zeit benötigt um abzukühlen.

Steuerung von Infrarotheizungen

Nicht alle Infrarotheizungen sind mit Thermostaten ausgestattet. Steuern lassen sich die Heizgeräte über Regler, Thermostate, Timer und auch Funkeinheiten. Moderne Steuerungseinheiten lassen sich auch mit einer App fernsteuern.