Radiatoren, Konvektoren oder Nachtspeicherheizungen gehören zu den Heizungen, die mit Konvektion (vertikale Luftbewegung) arbeiten. Diese weisen meistens, durch die ständig abwechselnde Erwärmung/Abkühlung der Raumluft, einen enorm hohen Energieverlust auf. Infrarotheizungen besitzen dagegen die Eigenschaft Gegenstände mittels Infrarotstrahlen zu erwärmen. Gegenstände und Menschen absorbieren die Wärme – ohne weitere Energieverluste.

Die Infrarotheizung sorgt für gesundes Raumklima

Ganz nebenbei punkten Infrarotheizungen mit ihren vielfältigen Designs, die vom Wandbild (auch individuell anzufertigen) über Spiegel bis zu Möbelstücken reichen. Ein späterer Wechsel der Bilder ist bei manchen Designs möglich. Infrarotheizungen lassen sich zum Beispiel im Kinderzimmer oder sehr kleinen Räumen und Bädern auch an der Zimmerdecke anbringen. Der Markt bietet Verbrauchern Infrarotheizungen somit in allen möglichen Farben und Formgebungen.

Durch die direkte Erwärmung von Bewohnern und Inventar werden auch die Luftfeuchte des Raumes sowie lästige Staubaufwirbelungen positiv beeinflusst. Gerade klassische Heizungen sind für ihre extrem trockene Heizungsluft bekannt. Mit einer Infrarotheizung empfinden Allergiker und Personen, die unter trockener Raumluft leiden, die Wärme im Raum als höchst angenehm.

Mit einer Infrarotheizung deutlich Strom sparen

Die Installation beziehungsweise Montage einer Infrarotheizung ist dabei ganz einfach: Es wird lediglich eine Steckdose benötigt. Viele Modelle des innovativen Heizsystems lassen sich allerdings auch fest installieren. Die verbreitete Meinung, mit Strom zu heizen ist teuer, zählt bei einer Infrarotheizung nicht. Dies ist allerdings unter anderem bei Nachtspeicherheizungen gegeben. Der Energiebedarf einer Infrarotheizung liegt, je nach Größe, lediglich bei etwa einhundert bis eintausend Watt. Wird günstiger Heizstrom genutzt, können die Stromkosten nochmals fast halbiert werden.

Eine spezielle Technologie der Wärmeverteilung im Bereich der Oberfläche sowie der Innenverspiegelung ermöglicht es, dass die Infrarotheizung nur geradeaus heizt – nicht die hintere Wand. Dadurch können Verbraucher fast sechzig Prozent Energie im Vergleich zu Konvektoren oder Nachtspeicherheizungen sparen. Wird Ökostrom genutzt, können Verbraucher zudem die Umwelt schonen.

Individuelle Einschaltzeiten lassen sich über zeitgesteuerte Thermostate exakt regeln, sodass lediglich dann Energie verbraucht wird, wenn wirklich Wärme benötigt wird. Da außerdem der komplette Raum als Wärmespeicher dient, entsteht schnell eine milde und gleichmäßige Wärme, die unter anderem Schimmelbildung verhindert. Die Luftfeuchtigkeit bleibt konstant, sodass die Bewohner keine Luftbefeuchter einsetzen müssen.

Technologie der Infrarotheizung

Infrarotheizungen funktionieren mit natürlicher Wärmestrahlung, die wenig Luftbewegung sowie eine geringere Lufterwärmung erzeugt. Die Wärmewellen treffen direkt auf feste Materialien, Wände und den menschlichen Körper, wobei allein die Raumluft als Transportmittel fungiert. Die Heizelemente/Heizplatten der Infrarotheizung setzen Energie durch Graphitbeschichtungen oder Carbongewebe zu fast einhundert Prozent in Wärmeleistung um. Simpler und sparsamer lassen sich Räume kaum heizen.

Die erwärmten Gegenstände und Körper leiten die Strahlungswärme an den Raum weiter und sorgen so für angenehme Temperaturen. Hierbei wird im Prinzip zwischen zwei Arten Wärme unterschieden:
– Indirekte Strahlungswärme des Raumes, die von Möbeln und Wänden abgegeben wird.
– Direkte Wärmestrahlung der Infrarotheizung. Diese ist bis zu einem Abstand von drei bis vier Metern deutlich zu spüren. Hierbei kann die Raumwärme relativ gering sein, da das Wärmeempfinden meistens um etwa zwei bis drei Grad Celsius höher ist.

Da die Wärme der Infrarotheizung nicht aufsteigt, sondern auch abwärts strahlt, wird der Fußboden erwärmt. Somit ergibt sich eine ähnliche Situation wie bei Fußbodenheizungen.